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Dienstag, 25 April 2017
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Pflegekinder

Leistungsbeschreibung

Pflegekinder sind im Allgemeinen Kinder und Jugendliche, die für bestimmte oder unbestimmte Zeit nicht bei ihren Eltern, sondern im privaten Haushalt einer anderen Familie oder einer Einzelperson leben. In gesetzlichen Regelungen werden Pflegekinder bezeichnet als „Personen, die mit dem Berechtigten durch ein auf längere Dauer angelegtes Pflegeverhältnis mit häuslicher Gemeinschaft wie Kinder mit Eltern leben“.

Die meisten Pflegekinder werden von Pflegepersonen in Vollzeitpflege betreut, die eine von vielen Formen der Hilfe zur Erziehung ist. Pflegekinder können aber auch in Pflegestellen im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche leben oder als vorläufige Schutzmaßnahme (Inobhutnahme, Notsituation) für eine vorübergehende Zeit in einer Bereitschaftspflegestelle untergebracht werden.

In der Praxis gibt es Kinder in

  • Vollzeitpflege,
  • Wochenpflege (während der Woche über Tag und Nacht oder an bestimmten Tagen),
  • Kurzzeitpflege (für einen vereinbarten, bestimmten Zeitraum),
  • Sonderpflege (Kinder mit besonderen Bedürfnissen) oder
  • Bereitschaftspflege,
  • Gastfamilien (Projekt für unbegleitete minderjährige Ausländerinnen / Ausländer).

Pflegepersonen, die ein Kind oder einen Jugendlichen über Tag und Nacht aufnehmen wollen, bedürfen, von einigen Ausnahmen abgesehen (zum Beispiel im Rahmen der Hilfe zur Erziehung oder der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche oder als Vormund), der vorherigen Erlaubnis durch das Jugendamt.

Die Erlaubnis soll in der Regel nicht für mehr als drei Kinder oder Jugendliche in einer Pflegestelle ausgesprochen werden. Die Erlaubnis für mehr als fünf Kinder oder Jugendliche in einer Pflegestelle darf nicht erteilt werden.

An wen muss ich mich wenden?

An das Jugendamt Ihres Kreises oder Ihrer kreisfreien Stadt.

Pflegekinderdienst Kreis Ostholstein

Pflegekinderdienst Kreis Ostholstein

Kinder brauchen Sicherheit, Zuwendung, Hilfe, Verständnis, Anreize, Freiheit und Liebe, um sich zu entwickeln und zu selbstständigen Persönlichkeiten heranzuwachsen. Und sie brauchen Menschen, die ihnen das alles geben können.
Auch in Ostholstein gibt es Kinder und Jugendliche, die außerhalb ihrer eigenen Familien leben müssen.Ihre Eltern sind aus den unterschiedlichsten Gründen zeitweise oder auch langfristig nicht in der Lage, ihre Erziehungsaufgaben wahrzunehmen.
Kinder brauchen jedoch Erwachsene, die ihnen in ihrer Entwicklung zur Seite stehen. Das können Pflegeeltern sein!

Pflegeformen

Die Vollzeitpflege ist die häufigste Unterbringungsform. Wir suchen Pflegefamilien für Kinder, die für längere Zeit oder auf Dauer nicht mehr bei ihren Eltern leben können.
In der Pflegefamilie finden sie ein neues soziales Umfeld, in dem sie sich ihrem Alter entsprechend entwickeln können.
Die Dauer dieser Pflegeverhältnisse kann sehr unterschiedlich sein. Die Vollzeitpflege kann familienergänzende Funktion haben. Eine spätere Rückkehr des Kindes zu seinen Eltern ist dann vorgesehen. In einigen Fällen haben Vollzeitpflegestellen aber eine familienersetzende Funktion. Die Pflegefamilie bleibt in diesen Fällen der dauerhafte Lebensort des Kindes.

Die Bereitschafts- und Kurzzeitpflege sieht vor, dass Pflegeeltern bereit sind, Kinder und Jugendliche in akuten Notsituationen rund um die Uhr bei sich aufzunehmen.
Die Kinder werden durch den Sozialen Dienst der Jugendhilfe in Obhut genommen und zur Pflege-familie gebracht. Die Kinder bleiben nur wenige Tage oder Wochen bei der Pflegefamilie, bis die weitere Perspektive für ihren Lebensmittelpunkt geklärt ist.
Von den Pflegeeltern verlangt das wiederholte Einlassen auf neue Kinder sehr viel Geduld und ein hohes Maß an Flexibilität. Daher sollten die Pflegeeltern für die Bereitschafts- und Kurzzeitpflege viel Erfahrung und eine Portion Risikobereitschaft mitbringen.

 

Wie werden Sie Pflegeltern?

Wir suchen engagierte Pflegeeltern für die Versorgung, Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Ostholstein. Es wäre schön, wenn in Ihrer Familie schon Kinder leben. Aber auch kinderlose Paare, gleichgeschlechtliche Paare und Alleinerziehende sind uns willkommen.
Sie sorgen für ein neues, stabiles familiäres Umfeld und geben den Kindern die Geborgenheit, Zuwendung, Orientierung und Hilfe, die sie dringend brauchen.
Die ungewöhnliche Situation erfordert von Ihnen viel Geduld und Verständnis. Die Auseinandersetzung der Pflegekinder mit ihren leiblichen Eltern kann Konflikte verursachen und bei den Kindern zu Identitäts- und Loyalitätskonflikten führen.

Sind Sie interessiert? Bewerben Sie sich bei uns! Wir laden Sie gern zu einen persönlichen und unverbindlichen Informationsgespräch ein.

 

Was sollten Pflegeeltern mitbringen?

  • haben Freude am Zusammenleben mit Kindern und Jugendlichen und haben Zeit für sie
  • können sich vorstellen, ein Kind, so wie es ist, für eine bestimmte Zeit oder auch langfristig bei sich aufzunehmen
  • verfügen über viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Belastbarkeit
  • sind gegenüber der Lebenswelt des Kindes aufgeschlossen
  • arbeiten eng mit dem Pflegekinderdienst und den Herkunftseltern zusammen
  • leben in gesicherten wirtschaftlichen Verhältnissen und verfügen über ausreichenden Wohnraum
  • sind gesund und haben ein Alter, das der natürlichen Lebensspanne zwischen Eltern und Kindern entspricht

 

Wie unterstützen wir Pflegeeltern?

  • Der Pflegekinderdienst hilft Ihnen bei der Entscheidung, ein Pflegekind in Ihrer Familie aufzunehmen, und begleitet Sie während der gesamten Zeitspanne des Pflegeverhältnisses bei allen Fragen rund um das Pflegekind.
  • Wir stehen Ihnen beratend und unterstützend zur Seite.
  • Alle neuen Pflegeeltern lädt der Pflegekinderdienst zu einem Vorbereitungsseminar ein.
  • Wir stellen Ihnen kostenlose Fortbildungsangebote zur Verfügung.
  • Für Ihre anspruchsvolle Tätigkeit als Pflegeeltern bekommen Sie von uns ein monatliches Pflegegeld. Außerdem können einmalige Beihilfen wie zum Beispiel eine Erstausstattung für das Pflegekind beantragt werden.

Rechtsgrundlage

  • §§ 27, 33, 35 a, 44 Sozialgesetzbuch (SGB) - Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe,
  • § 37 Erstes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (Jugendförderungsgesetz - JuFöG).

Was sollte ich noch wissen?

Informationen zu Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie zu Jugendämtern in Schleswig-Holstein finden Sie auch auf den Internetseiten der Landesregierung Schleswig-Holstein.

Dokumente

Bewerberfragebogen (PDF, 82 KB)

Zuständig

Fachdienst Soziale Dienste der Jugendhilfe »
Kreis Ostholstein
Telefon: 04521 788-0
Fax: 04521 788-698
E-Mail oder Kontaktformular

Kontakt

Frau Giesse »
Pflegekinderdienst
Telefon: 04521 788-252
Fax: 04521 788-96252
E-Mail oder Kontaktformular
Herr Grage »
Pflegekinderdienst
Telefon: 04521 788-251
Fax: 04521 788-96251
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Frau Breitkopf »
Pflegekinderdienst
Telefon: 04521 788-652
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