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Sonntag, 19 November 2017
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Ämter, Behörden, Institutionen und Ihre Ansprechpartner im Kreis Ostholstein.

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Betreuungsrecht

Leistungsbeschreibung

Mit der Einrichtung einer rechtlichen Betreuung kann einer volljährigen Person, die aus Krankheits- oder Altersgründen ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann, Hilfe gewährt werden. Ehepartner, Kinder oder nahe Verwandte können die hilfsbedürftie Person in einer solchen Situation nicht automatisch rechtlich vertreten. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung gibt es nämlich kein gesetzliches Vertretungsrecht von Eheleuten untereinander oder von Kindern gegenüber ihren Eltern.

Der hilfsbedürftigen Person kann daher eine Betreuung an die Seite gestellt werden, die für sie in genau vom Gericht festgelegten Bereichen (Aufgabenkreisen), Rechtshandlungen vornehmen darf. Dabei sind die Wünsche der hilfsbedürftigen Person zu beachten, solange dies auch ihrem Wohl entspricht. Aufgabenkreise sind beispielsweise Wohnungs- und Vermögensangelegenheiten oder Gesundheitssorge.

Diese Form der staatlichen Rechtsfürsorge ist grundsätzlich vorgesehen für Menschen, die nicht bereits mit einer Vorsorgevollmacht für den Fall einer späteren Hilfebedürftigkeit vorgesorgt haben. Denn, soweit eine Vorsorgevollmacht besteht, kann die oder der Bevollmächtigte für die hilfsbedürftige Person tätig werden.

An wen muss ich mich wenden?

An das Betreuungsgericht.
Das Betreuungsgericht finden Sie beim Amtsgericht am Wohnsitz des Hilfebedürftigen.

Die hilfsbedürftige Person kann selbst einen Antrag auf Bestellung einer Betreuung stellen. Auch Dritte, z.B. Familienangehörige, Nachbarn oder Bekannte können die Bestellung einer Betreuung anregen. Das Gericht prüft dann, ob und für welche Bereiche eine Betreuung erforderlich ist. Vor Einrichtung der Betreuung findet in aller Regel eine Anhörung mit der hilfsbedürftigen Person und einer bzw. einem medizinischen Sachverständigen statt.

Rechtliche Betreuungsstelle Kreis Ostholstein

Rechtliche Betreuungsstelle

Die rechtliche Betreuung ist mit Inkrafttreten des Betreuungsgesetzes (BtG) am 01.01.1992 an die Stelle der früheren Vormundschaften und Pflegschaften für Volljährige getreten. Die Rechtstellung der betroffenen Mitbürger und Mitbürgerinnen wurde damit erheblich verbessert.

Umgezogen:
Die Betreuungsstelle des Fachdienstes Materielle und rechtliche Jugendhilfe des Kreises Ostholstein hat seine neuen Räumlichkeiten in direkter Nachbarschaft zum Kreishaus in der Lübecker Straße 27 in Eutin bezogen.

Die wichtigsten Regelungen

  • Niemand kann mehr entmündigt werden !
  • Wünsche der Betroffenen sind ausschlaggebend !
  • Die Betreuung erfolgt persönlich, d.h. es finden Besuchskontakte, Gespräche statt !
  • Die Möglichkeiten, jemanden gegen seinen Willen in einer geschlossenen Einrichtung unterzubringen, sind eingeschränkt worden !
  • Im Verfahrensrecht sind der Schutz der Betroffenen und bessere Mitwirkungsmöglichkeiten gewährleistet ! 

Die rechtliche Betreuung ist eine Handlungsvollmacht kraft Gesetzes. Sie wird durch das Vormundschaftsgericht eingerichtet, wenn die Notwendigkeit hierfür festgestellt worden ist.
 
Sie betrifft Erwachsene, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ganz oder teilweise nicht in der Lage sind, ihre Angelegenheiten selbständig zu regeln.
 
Nähere Informationen zum Thema "Betreuung" (z.B. zu den Voraussetzungen einer Betreuung, zum Inhalt einer Betreuung, zum gerichtlichen Verfahren und auch zur Auswahl der Betreuungsperson) erhalten Sie durch

  • die Betreuungsstelle des Kreises Ostholstein
  • den Betreuungsverein Ostholstein e.V. im DRK
  • Informationsbroschüren zum Thema 

Seit Inkrafttreten des Betreuungsgesetzes am 01.01.1992 bestehen auf örtlicher Ebene Betreuungsbehörden bzw. Betreuungsstellen. Hierzu haben fast alle Bundesländer die kreisfreien Städte und Landkreise bestimmt.
 
Das Betreuungsbehördengesetz (BtBG) definiert die Aufgaben der Betreuungsbehörde. Hierzu zählen insbesondere:

  • Informations- und Öffentlichkeitsarbeit wie
    • Information und Beratung über die rechtliche Betreuung
    • Werbung und Gewinnung von Betreuungspersonen
    •  Information und Beratung über Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen
    • Beglaubigung von Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen
    • Beratung und Unterstützung der Betreuerinnen und Betreuer sowie der Bevollmächtigten
    • Sorge für die Aus- und Fortbildung von Betreuungspersonen
    • Unterstützung des Gerichts in Form von Sachverhaltsermittlung und Betreuervorschlägen
    • Durchführung von Zwangsmaßnahmen
    • Übernahme von Behördenbetreuungen

Betreuungsvereine

Beratung und Unterstützung in allen Fragen zum Thema "Betreuung" erhalten Sie - ergänzend zu dem Angebot von Gerichten und Behörden - bei Betreuungsvereinen. Die Betreuungsvereine bieten Ihnen auch die Möglichkeit, sich bei regelmäßigen Treffen mit anderen Betreuerinnen und Betreuern über Ihre Erfahrungen auszutauschen.
Nähere Informationen zu den Vereinen vor Ort und deren Angeboten erhalten Sie direkt bei:

Vorsorgemöglichkeiten

Durch einen Unfall, eine Krankheit oder Altersgebrechlichkeit kann ein jeder von uns in eine Situation geraten, in der er nicht (mehr) in der Lage ist, sinnvolle Entscheidungen zu treffen und eigenverantwortlich zu handeln. Wer soll dann Entscheidungen treffen ?
Wer soll dann die notwendigen Dinge regeln? Wer sich rechtzeitig über diese Fragen Gedanken macht und entsprechende Vorsorge-Regelungen trifft, kann sicherstellen, dass seine persönlichen Wünsche und Bedürfnisse Berücksichtigung finden!

Für eine persönliche Vorsorge bieten sich folgende Möglichkeiten an:

  • Vorsorgevollmacht (privater Weg)
  • und  / oder Betreuungsverfügung (gerichtlicher Weg)

Die Betreuungstelle informiert und berät Sie über Vorsorgemöglichkeiten und nimmt Beglaubigungen von Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen vor.

Rechtsgrundlage

  • §§ 1896 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB),
  • §§ 271 ff. Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG).

Was sollte ich noch wissen?

Weitere Informationen zum Betreuungsrecht, zur Vorsorgevollmacht und zu Gerichten finden Sie auf den Internetseiten der Landesregierung Schleswig-Holstein und des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV).

 

Zuständig

Fachdienst Jugend, Betreuung, Bildung und Sport »
Kreis Ostholstein
Telefon: +49 4521 788-0
Fax: +49 4521 788-698
E-Mail oder Kontaktformular

Kontakt

Frau Dannenberg »
Betreuungsstelle
E-Mail oder Kontaktformular
Telefon: +49 4521 788-316
Fax: +49 4521 788-96316
Frau Jebe »
Betreuungsstelle
E-Mail oder Kontaktformular
Telefon: +49 4521 788-312
Fax: +49 4521 788-96312
Frau Burton »
Betreuungsstelle
Telefon: +49 4521 788-281
Fax: +49 4521 788-96281
E-Mail oder Kontaktformular
Frau Dechow »
Betreuungsstelle
E-Mail oder Kontaktformular
Telefon: +49 4521 788-311
Fax: +49 4521 788-96311